P h C o

Dein Rechner arbeitet. Dein Handy schaut zu.

PhoCo zeigt dir den Bildschirm deines Computers auf dem Handy — von überall, auch ohne WLAN. Zum Lesen hineinziehen, Lautstärke und Helligkeit stellen, Akku und Kontingent sehen, sperren, neu starten, ausschalten.

  • Kostenlos
  • Nur für Linux
  • Ohne Konto bei irgendwem

Was es macht

Zehn Dinge. Mehr nicht — und das ist Absicht.

Was es nicht gibt, kann auch niemand missbrauchen. PhoCo kann keine Dateien öffnen, keine Programme starten und keine Befehle ausführen. Es kann genau das hier:

Der Notaus

Ein Knopf, der alle Geräte auf einmal abmeldet.

Unter Geräte steht, wer gerade auf diesen Rechner schauen kann: Art des Geräts, Adresse, seit wann angemeldet, wie lange still. Einzelne lassen sich abmelden — und Alle abmelden beendet jede Sitzung, die eigene eingeschlossen. Handy verlegt, Tablet verliehen, Laptop beim Kumpel vergessen: ein Knopf, und alles ist zu.

Nach außen bekommt eine Sitzung dabei nur eine kurze Kennung. Der Sitzungsschlüssel selbst verlässt den Rechner nie — auch nicht in dieser Liste.

Die Lupe

Je näher du herangehst, desto weniger Daten.

Ein ganzer Rechnerbildschirm auf einem Handy ist nicht lesbar — Terminal, Fehlermeldung, Kleingedrucktes, alles Matsch. Also zieh hinein: zwei Finger zum Vergrößern, einer zum Schieben, Doppeltipp zurück auf ganz.

Der Trick dahinter ist, was PhoCo dann holt: nur noch den Ausschnitt, den du gerade siehst, dafür in voller Auflösung. Und der ist kleiner als das ganze Bild.

Was geholt wirdDatenmenge
ganzer Bildschirm, Übersicht~150 KB
ganzer Bildschirm scharf~500 KB — passiert nie
halber Bildschirm, scharf~90 KB
ein Drittel, scharf~55 KB
ein Viertel, scharf~32 KB

Wäre ein Ausschnitt so groß, dass er teurer würde als die Übersicht, bleibt es kommentarlos bei der Übersicht. Dazu zwei Bremsen fürs Mobilfunknetz: hat sich am Bildschirm nichts verändert, kommt gar kein Bild — jedes bekommt ein Kennzeichen, und bei gleichem Kennzeichen antwortet der Rechner nur „unverändert". Und ruht der Bildschirm länger, wird statt alle 4 nur noch alle 10 und dann alle 20 Sekunden nachgesehen. Wenn dir das noch zu viel ist: Pause-Knopf im Bild.

Die Leiste

Der Roboter-Knopf, aber in der Hosentasche.

Am Rechner steht oben eine Leiste mit Akku, Helligkeit und dem Roboter-Knopf. PhoCo baut dieselbe Leiste auf dem Handy nach — nicht als Foto, sondern mit echten Knöpfen, die groß genug für den Daumen sind. Ein Tipp auf den Roboter, und da stehen die Balken: Sitzung (5 Stunden) und Woche (7 Tage), jeweils mit „noch 59 %" und der Uhrzeit, zu der es wieder voll ist. Wird es eng, färbt sich der Knopf schon in der Leiste orange und dann rot — du siehst es, ohne ihn anzutippen.

Alles in der Leiste ist reine Anzeige. Das Einzige, was PhoCo dort schreibt, ist die Helligkeit.

Wenn der Deckel zu ist

Dann sagt es das, statt dich raten zu lassen.

Ist der Laptop zugeklappt oder der Bildschirm gesperrt, erscheint statt des Bildes der Hinweis „Dieser Computer ist zugeklappt". Die Knöpfe bleiben benutzbar. Klappst du ihn auf, kommt das Bild von selbst zurück — nichts anzutippen, nichts neu zu laden.

Voraussetzungen

Gesteuert wird Linux. Zugeschaut wird von überall.

Das ist der wichtigste Satz auf dieser Seite — bevor du mit dem Installieren anfängst.

Der Rechner, den du steuerst

Hier läuft PhoCo

  • ✓Linux — Omarchy, Arch, Ubuntu, Fedora, Mint …
  • ✕macOS
  • ✕Windows

Das Gerät, mit dem du zuschaust

Braucht nur einen Browser

  • ✓iPhone & iPad
  • ✓Android
  • ✓Mac, Windows, Linux

Installieren

Herunterladen, auspacken, fertig.

Außer Python 3 braucht PhoCo nichts, was nicht schon da ist. Der Installer prüft selbst, was auf deinem Rechner fehlt, und bietet an es nachzuholen.

  1. PhoCo herunterladen

    Eine kleine Datei, rund 150 KB. Kein Installationsprogramm, keine Anmeldung, kein Konto.

    phoco.zip herunterladen

  2. Auspacken und einrichten

    Terminal öffnen und diese zwei Zeilen. Die erste packt aus, die zweite richtet ein — sie fragt dich nach einem Handy-Code und einem festen Passwort und prüft nebenbei, ob deinem Rechner noch etwas fehlt.

    $unzip ~/Downloads/phoco.zip -d ~/
    $cd ~/PhoCo && ./install.sh
  3. Tailscale auf beiden Geräten

    Damit es auch ohne WLAN geht, hängen Rechner und Handy im selben Tailscale-Netz. Auf dem Rechner erledigt das der Installer, auf dem Handy lädst du die Tailscale-App und meldest dich mit demselben Konto an.

  4. Link öffnen

    Im Terminal steht danach deine eigene Adresse. Die rufst du auf dem Handy auf — und legst sie dir mit „Zum Home-Bildschirm" als Kachel ab.

Sicherheit

Drei Türen, und das Haus steht nicht an der Straße.

PhoCo darf deinen Rechner ausschalten. Also ist der Zugang so gebaut, dass ein gefundenes Handy oder ein erratenes Passwort allein nicht reicht.

Jemandem zuschauen lassen

Du kannst einzelne Leute zu deinem Rechner einladen — sie kommen dann nur an diesen einen, und du nimmst es jederzeit wieder zurück.

Anleitung für Gäste